Sookee – Lila Samt (CD)

CD: Sookees sechstes Solo-Release „Lila Samt“

Auf „Lila Samt“ resümiert die HipHop-Aktivistin Sookee über den Umgang mit Widersprüchen in einer komplexen Welt, markiert ihr Selbstverständnis als überzeugte Feministin und stellt sich ihrer Hassliebe zu Rap.

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Produktbeschreibung

SOOKEEs Album „Lila Samt“ (CD), 2014

Samt ist weich, schwer und nicht einfach zu verarbeiten. Die Widersprüche dieses Stoffs werden in ein sattes Lila getränkt und ziehen sich durch das gesamte Album der queerfeministischen Rapperin Sookee.

Auf ihrem sechsten Solo-Release “Lila Samt” resümiert die HipHop-Aktivistin über den Umgang mit Widersprüchen in einer komplexen Welt zwischen Idealismus und Alltagsrealität, markiert ihr Selbstverständnis als überzeugte Feministin und stellt sich ihrer Hassliebe zu Rap.

Sookee malt sich aus wie es wäre einen Penis zu haben, der leidenschaftlich aber niemals gewalttätig zum Einsatz kommt („If I Had A“) und wundert sich über die eingeschränkte Selbstwahrnehmung der menschlichen Spezies („Menschen sind komisch“). Sie singt Loblieder auf das Spektrum weiblicher Identität („Frauen mit Sternchen“) und plädiert im Sinne der Parole Brückenbau für die Stärke von Verletzlichkeit („Emoshit & Hippietum).

Mit Shirlette Ammons aus dem Bible Belt der USA ruft sie in Erinnerung wie HipHop von einer Schwarzen Widerstandskultur zu einem Verkaufsschlager der Weißen Kulturindustrie wurde („Who owns HipHop“), reflektiert dabei ihre eigene Rolle als Weiße deutsche Rapperin und fordert auf „SLPC“ gemeinsam mit Spezial-K (Kurzer Prozess, TickTickBoom) mehr Entspanntheit und Solidarität in der Rap- und Graffitiszene. Mit Ben Dana (Radical Hype, TickTickBoom) und Mal Élevé (Irie Révoltés) stellt sie fest, wie verschroben und liebenswert die linke Szene ist („Links außen“), in der sich Sookee politisch verortet.

Dennoch thematisiert sie mit Amewu die Elitenbildung und Anspruchshaltung in politischen Kreisen („Wenngleich zuweilen“) und erinnert eindrücklich daran, dass sich bestimmte Widerprüche eben nicht auflösen lassen, wenn der Kontext es nicht zulässt.

Weiterhin kriegen Internet-Hater eine Ladung Sarkasmus ab („Lass die Kirche im Dorf“) und gemeinsam mit form plädiert sie für eine selbstbestimmte Identität als Artist („Lass mich mal machen“), auf dass die eigenen ästhetischen und inhaltlichen Maßstäbe nicht von Trends und Mehrheitsmeinungen überschattet werden.
Abschließend resümiert Sookee über zehn Jahre HipHop-Aktivismus und schreibt damit ihren „Vorläufigen Abschiedsbrief“.

Für die Kompositionen haben sich diverse Beatproduzenten zusammengefunden, die den Widersprüchen einen lila-samtenen Soundteppich verleihen. Die Beats stammen von Beat2.0, MajusBeats,  Pitlab, Tobias (Irie Révoltés) und LeijiONE, der als Produzent den soundtechnischen Gesamteindruck gewoben hat.

Lila Samt erscheint wie alle bisherigen Releases von Sookee beim Berliner Label Springstoff.

1. Intro
2. Lass Mich Mal Machen (feat. form)
3. If I Had A
4. Menschen Sind Komisch
5. Wenngleich Zuweilen (feat. Amewu)
6. Die Kirche (Skit)
7. Who Owns Hip Hop (feat. Shirlette Ammons)
8. Emoshit & Hippietum
9. Kraftlos
10. Immer Wenn Es Weh Tut
11. SLPC (feat. Spezial-K)
12. Links Außen (feat. Mal Élevé & Ben Dana)
13. Frauen Mit Sternchen
14. Vorläufiger Abschiedsbrief

Zusätzliche Information

Gewicht 0.2 kg
Größe 12 x 12 x 1 cm