Angriff auf die Fernsehkanäle – Sookee und Tapete kentern das Abendprogramm

Gerade erst konnte eine Petition verhindern, dass in Uganda die Todesstrafe für Homosexuelle eingeführt wird. In Deutschland warnt Philipp Lahm seine Fußballkollegen davor, zu ihrer Homosexualität zu stehen, weil sie sonst große Schwierigkeiten als Fußballer erleben müssten. „no homo“ ist eindeutig nicht ein Phänomen innerhalb der HipHop-Szene, auch wenn der Ausruf dort geprägt und genutzt wird: Homophobie ist ein gesamtgesellschaftliches Problem.

Genau darauf liefert die Berliner Rapperin Sookee eine Antwort. Bereits vor zwei Jahren entstand der Song „Pro Homo“, in dem Sookee und Tapete dazu aufrufen, zur Normalität des Lebens zurück zu finden: “Stellt euch vor, Schwule sind genauso nett und doof wie alle anderen auch, das ist einfach so”. 2010 wurde „Pro Homo“ auf Sookees Album QUING veröffentlicht. Seit heute gibt es dazu auch das offizielles Video: http://www.youtube.com/watch?v=l2PtaV4w_EQ&feature=player_embedded.

Fünf ahnungslose Menschen sitzen in ihren Wohnungen vor dem Fernseher, um das abendliche Fernsehprogramm zu genießen als plötzlich eine Queerparty die Sendefrequenz erobert. Da wird versucht, den Kanal zu wechseln, den Fernseher zu verdecken, auszuschalten, umzutreten, aber nichts hilft. Die Nachricht ist zu deutlich: “Pro Homo, und die Zeit ist reif. Pro Homo, das ist keine Leichtigkeit. Wie kann man nur hassen, dass Menschen sich lieben, die Normalität wünscht sich endlich Frieden”.
Pro Homo ist eine Videoproduktion von nachtigall productions, Beat und Outro kommen von Majusbeats.

Und das Fernsehprogramm wird weiter bestürmt, Sookee ist in drei verschiedenen Dokumentationen zu sehen, die demnächst erscheinen: In Frankreich läuft gerade eine Dokumentation über Frauen und Genre in der HipHop-Kultur in Deutschland und Frankreich. Am 16.6.2011 kommt “Noise and Resistance – Voices from the DIY-Underground” in die Kinos. „Warten auf das Wunderland“ ist ein Dokumentarfilm über gesellschaftliche Normen, Geschlechterideologien, Gefängnis, Krieg, Freiräume und Utopien.

Nähere Informationen zu Sookee, das neues Video zu ProHomo und die Dokumentarfilme unter www.sookee.defacebook.de/springstoff und www.facebook.com/sookeeberlin. „Pro Homo“ im youtube-Kanal von nachtigall productions (http://nachtigall-productions.de/): http://www.youtube.com/watch?v=l2PtaV4w_EQ&feature=player_embedded

anna.gross

Bei Interesse an Interviews oder Booking unter impressum.

(wir können auch PDF)

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